Und es war Frühling, das "nicht" allererste Mal. Wir acht Genießer trafen uns pünktlich um 11:30 Uhr M Parkplatz hinter dem Katharinentor, jeder hatte mitgebracht: eine Rucksack mit Inhalt, Getränke, gute Laune und den Willen, einen schönen Tag zu erleben. Das Wetter war wieder herrlich, nicht zu warm, aber auch nicht zu kalt. Und so nahmen wir die "große" Blankenberger Runde in Angriff. Es ging erst an der Stadtmauer rechts entlang, bis wir zum ersten Spielplatz kamen. Der Weg bis dahin waren wohl doch um die 500m. Hier genossen wir einen wunderschönen mittelalterlichen Blick auf die Rückseite von Blankenberg, die Burg und auch auf das Oberbergische Land. Tief unten sahen wir ein verschlafenes Dorf namens Auel.
Die Stimmung war so gut, dass zwei Zwarlerinnen wie durch einen Jungbrunnen geschwommen, sofort zur Rutsche flogen und durch den Tunnel des Grauens ans Licht flogen. Ein wirklicher Jungbrunnen.
Nächster Halt war dann der Platz vor dem zentralen Bergfried innerhalb der Burganlage, wiederum gute 700 m entfernt. Hier mussten wir schon etwas bergauf und bergab klettern. Wir bewunderten auf dem weg die herrlichen Obstwiesen, den ehemaligen Turnierplatz und auch den Kräutergarten der Burg. Der Ausblick war von hieraus Richtung Siegburg /Civitas Ubiorum) traumhaft.
Jetzt folgte eine weitere Kurzetappe: Von der Burg herunter, kurz den Parkplatz überquert und dann zum unteren Tor der Stadtmauer. Hier fragte man sich an unserem Rastplatz (der denn doch 500m entfernt gelegen war), wieso dies das schlechtere Viertel von Blankenberg war. Nun, die Antwort ist einfach: "Fäkalien" fließen im Regen bergab.
Jetzt ging es aber dann auf die Königsetappe: Um die Burgmauer herum gegen den Uhrzeigersinn mussten wir einige Höhenmeter machen. Keiner murrte, Zaubertrank aus der Zwar-Flasche und aus kleinen Amphoren gefüllt mit flüssigem Obst halfen uns allen, den steilen Aufstieg Richtung Katharinentor zu schaffen. Das waren dann die letzten ernsthaften Höhenmeter. Aber hier wartete dann der fast vegetarische Hauptgang auf uns, die Frikadellen. Hier bewunderten wir dann noch den riesigen "Blankenberger" Weinberg, der für den Drei-Männer-Wein bekannt ist. Man braucht halt drei Männer, die einen zum Trinken zwingen: zwei halten fest und einer schüttet.
Die letzten Etappen fanden dann auf dem Kamm in herrlicher grüner Umgebung statt, das "düstere" Mittelalter hatten wir hinter uns gelassen. Jetzt war Dessert-Time. Den arabischen Abschluss gab es dann bei den Organisatoren. Die ganze Runde war wohl 7km lang, aber wir haben sie doch in 4 1/2 Stunden bewältigt. Ein schöner Nachmittag.
Die einzelnen Gänge
- Frisches Brot mit allerlei Dips
- Selbstgemachte Antipasti
- Rohkost von der Karotte, vom Kohlrabi und ähnlices, zur besseren Verdauung mit flüssigem Obst versetzt
- Russisch Ei
- Frikadellen
- Obstsalat (allerlei Beeren mit tropischen Früchten, Äüfeln und Birnen
- Aus dem Backofen (zweierlei kleine Küchlein aus der gesunden Küche)
- Getränke aus dem Morgenland (Kaffee und Wasser)
Die Stops
- Spielplatz 1 nahe des Katharinentors immer der Burgmauer entlang
- Auf der Burgruine
- Vor dem Tor unterhalb des Eingangstors
- Hinter dem Weinberg
- Im Grünen
- Spielplatz 2
- Am Brunnen vor dem Tore
- Bei den Gastgebern